Banner Stephanuskonzerte

Sie ist die zweitgrößte im Landkreis Unterallgäu und kann bei einem Gewicht von mehr als zehn Tonnen 52 Register, zwei Sammelzüge, drei Extensionen und stolze 3064 Pfeifen aufweisen: die neue Orgel in der Mindelheimer Stadtpfarrkirche St. Stephan. Insgesamt 14 Jahre hat es gedauert von der ersten Überlegung bis zur Weihe am Pfingstmontag.

 

Abt Jeremias Schröder aus St. Ottilien hatte es sich nicht nehmen lassen, zur Orgelweihe in seine Geburtsstadt zu kommen. Die Stadtpfarrkirche war bis auf den letzten Platz besetzt, als er den Weg auf die zweite Empore antrat und hier Gottes Segen für „die Königin der Instrumente“ erbat. Bei den ersten Klängen der geweihten Orgelpfeifen schien die Feststimmung greifbar. Der Weg bis zur neuen Stephanus­ orgel aus der Meisterwerkstatt von Siegfried Schmid war durchaus lang; die eine oder andere Hürde galt es zu überwinden: Schon 2001 hatte man feststellen müssen, dass es weder wirtschaftlich noch empfehlenswert sei, die alte Orgel zu renovieren.

Nun stand die Pfarrgemeinde St. Stephan mit dem Projekt „neue Orgel“ vor einer großen Herausforderung. In vielen Schritten und dank einiger glücklicher Fügungen konnten sie im Miteinander gemeistert werden. Mit der Weihe des prachtvollen Instruments setzte die Gemeinde einen feierlichen Schluss- und Höhepunkt.

Mit einer ganzen Reihe von Priestern sowie dem Hausherrn, Dekan Andreas Straub, stellte Abt Jeremias Schröder das Pontifikalamt ins Zeichen des Dankes an all jene, die daran beteiligt waren, dass der majestätische Klang des technischen Meisterwerks Stephanusorgel nun wieder alle liturgischen Feiern begleitet.

Orgelbauer Siegfried Schmid gab bei Führungen Einblick in die Besonder­hei­ten des Instruments. Zudem gab es bei einem herausragenden Konzert Gelegenheit, den Klang der über 3000 Orgelpfeifen zu genießen.

 

Artikel aus Katholische Sonntagszeitung