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Kirchenmusik ist mehr als nur schmückendes Beiwerk, sie berührt Herz und Verstand gleichermaßen, hilft den Alltag auszublenden, macht Gottesdienste lebendig, öffnet das Innerste für die Gegenwart Gottes. Es gibt viele gute Gründe, die Kirchenmusik aktiv zu unterstützen, davon zeigen sich Dekan Andreas Straub und die Mitglieder einer kleinen, begeisterten Projektgruppe überzeugt. Gemeinsam initiierten sie jetzt die neue Reihe der „Mindelheimer Stephanus-Konzerte“ und hoben mit kulturinteressierten Mindelheimern den Freundeskreis Kirchenmusik aus der Taufe.

 

Damit sei ein wichtiges Etappenziel erreicht, betonte Dekan Straub bei der Gründungsversammlung. Mit der im vergangenen Jahr eingeweihten neuen Schmid-Orgel in der Stadtpfarrkirche (wir berichteten) habe man eine neue Ära der Kirchenmusik in Mindelheim eingeläutet. Auch durch das große Engagement des neuen Organisten und Kirchenmusikers Michael Lachenmayr, der im Sommer 2015 in der Pfarrgemeinde seinen Dienst angetreten hat, habe man viele neue Impulse in der Pfarrgemeinde erhalten. So entstand die Idee, den Freundeskreis Kirchenmusik zu gründen, der – wie andere solcher Kreise in der näheren Umgebung auch – finanzielle, aber auch ideelle Unterstützung leisten soll.

Die Gründungsversammlung wurde seit einigen Monaten von einer kleinen enthusiastischen Projektgruppe akribisch vorbereitet. Mit der neuen Reihe der Stephanus-Konzerte steht auch bereits ein ehrgeiziges Projekt in den Startlöchern.

Was es mit dieser Reihe auf sich hat, erläuterte Michael Lachenmayr. Ziel sei es, das Konzertleben rund um die Stephanus-Orgel zu etablieren. Dabei dürfe man durchaus visionär vorgehen. So sei es denkbar, dass sich Mindelheim zukünftig mit dem Beinamen „Orgelstadt“ schmücken dürfe. Bisher geplant sind drei Sonntagskonzerte, in deren Rahmen weltbekannte Werke erklingen werden. Dazu gibt es die Reihe „Orgel um Elf“ mit sechs aufeinanderfolgenden Konzerten jeweils samstags von 11 bis 11.45 Uhr. Hierzu ist der Eintritt frei, Spenden werden gerne angenommen.

Die Schirmherrschaft über die Stephanus-Konzerte 2016 hat Mindelheims Bürgermeister Stephan Winter übernommen.

Um eine gewisse Planungs­ sicherheit zu haben, wurde bereits eine Anschubfinanzierung seitens der Kirchenstiftung zugesagt. Auch sind bisher schon Spenden in Höhe von 2200 Euro eingegangen. Die Jahresbeiträge der Mitglieder des neuen Freundeskreises sollen weitere finanzielle Polster schaffen, denn Konzerte sind bekanntermaßen mit nicht unerheblichem finanziellen Aufwand verbunden.

Dies hob auch Johannes Steber hervor, der als Mitglied der Projektgruppe den Anwesenden die Statuten des Freundeskreises verlas. Er ist gedacht als Zustiftung zur katholischen Pfarrkirchenstiftung. Den Vorsitz hat ein Kuratorium inne, das aus drei „geborenen Mitgliedern“ – Dekan Straub, Michael Lachenmayr und Marlies Wagner von der Kirchenverwaltung – sowie vier Beisitzern besteht. Diese vier Beisitzer wählten die Anwesenden per Akklamation. Sie bestätigten eindeutig die Vorschläge der Projektgruppe und entschieden sich mit großer Einstimmigkeit für Toni Nuscheler, Manuela Tietze, Johannes Steber und Georg Steber.

Das Kuratorium wird nun seine Arbeit aufnehmen, über deren Ergebnisse die Mitglieder des Freundeskreises regelmäßig informiert werden. Zudem wird mindestens einmal im Jahr eine Versammlung stattfinden. Wer sich für einen Beitritt zum Freundeskreis interessiert, bekommt alle Informationen dazu im Pfarrheim St. Stephan.

Das Kuratorium des neuen Freundeskreises Kirchenmusik in Mindelheim mit Schirmherr Bürgermeister Stephan Winter (ganz links): Johannes Steber, Marlies Wagner, Andreas Straub, Manuela Tietze. Georg Steber, Toni Nuscheler und Kirchenmusiker Michael Lachenmayr (von inks). Fotos: Friebel

 

Artikel aus Katholische Sonntagszeitung