Banner Stephanuskonzerte

Sie ist die zweitgrößte Orgel im Unterall­gäu nach Ottobeuren, hat ein­ drucksvolle 3064 Pfeifen, 52 Re­gister und wurde in rund 11 000 Arbeitsstunden ins musikalische Leben gerufen: die neue Stepha­nusorgel, die die katholische Pfar­rei Mindelheim im vergangenen Jahr am Pfingstmontag feierlich weihen ließ. Dass sie nun künftig liturgische Feiern angemessen und würdevoll umrahmt, sei das eine, sagt Stadtpfarrer Andreas Straub. Tatsächlich verdiene die Königin der Instrumente aber noch deut­lich mehr Aufmerksamkeit.

 

Hier kam als Initiator nun der neue Kirchenmusiker und Organist der Stadtpfarrei St. Stephan, Michael Lachenmayr, ins Spiel. Gemeinsam mit einem Kuratorium entwickelte er das Konzept der „Mindelheimer Stephanuskonzerte“, die 2016 Premiere haben. Orgel- und Kirchenmusik auf höchstem Niveau versprechen die „Sonntagskonzerte“ und die Konzertreihe „Orgel um 11“.

Live auf großer Leinwand

Den Auftakt der Sonntagskonzerte macht am 17. April um 17 Uhr kein Geringerer als Professor Edgar Krapp aus München mit „Wie schön leuchtet der Morgenstern“. Er spielt Werke von Buxtehude, Bach, Mendelssohn Bartholdy und Max Reger. Wer dem preisgekrönten Organisten und Dozenten beim Konzert über die Schulter blicken möchte, hat dazu in Mindelheim Gelegenheit, denn das gesamte Konzert wird live auf eine große Leinwand im Kirchenraum übertragen. Auch dies ein Novum, das die Faszination des Orgelspiels vermitteln möchte.

Im Anschluss an das Konzert sind alle Gäste dazu eingeladen, beim Empfang im Sommerrefektorium des benachbarten Klosters Heilig Kreuz das Gespräch mit Professor Krapp zu suchen.

Beim zweiten Sonntagskonzert am 19. Juni um 19 Uhr werden neben der Stephanusorgel Chor und Orchester von St. Stephan sowie eine Reihe namhafter Solisten zu hören sein. Die Gesamtleitung hat Michael Lachenmayr. Es erklingen das „Gloria“ von Vivaldi und Bachs „Wir danken dir, Gott, wir danken dir“.

Eine Woche später beginnt die Reihe „Orgel um 11“, die sechs Wochen in Folge stets samstags um 11 Uhr Orgelerlebnisse bei freiem Eintritt verspricht. Bekannte Organisten aus Deutschland, der Schweiz und sogar Norwegen konnten hierzu gewonnen werden. Sie werden rund 45 Minuten lang die Stephanusorgel zum Klingen bringen. Eingeladen sind dazu alle, die zum Auftakt des Wochenendes vielleicht eine kleine Auszeit benötigen und sich gerne auf den Schwingen der Musik tragen lassen. Spenden sind willkommen.

Fulminantes Finale

Fulminantes Finale der Sonntagskonzerte wird am 16. Oktober um 17 Uhr das Debüt von Professor Bernhard Haas in Mindelheim sein. Er hat Werke von Max Reger, Niels Gade, Antonio Vivaldi und Erik Ona im Gepäck. Letzterer ein zeitgenössischer Komponist, der selten zu Gehör kommt.

Die „Mindelheimer Stephanuskonzerte“ werden von einer Reihe von Sponsoren und Förderern finanziell unterstützt. Die Stadt Mindelheim, vertreten durch Bürgermeister Stephan Winter, hat die Schirmherrschaft übernommen. Des Weiteren wurde im Januar der Freundeskreis Kirchenmusik aus der Taufe gehoben (wir berichteten). Knapp 70 Mindelheimer haben sich dem Förderverein bereits angeschlossen.

 

Artikel aus Katholische Sonntagszeitung