Banner Stephanuskonzerte

Einer echten Sternstunde in der jüngeren Geschichte der Mindelheimer Kirchenmusik durften sie beiwohnen, die Gäste, die der Einladung zur Gründungsversammlung des Freundeskreises Kirchenmusik am 12. Januar in das Pfarrheim gefolgt waren. So zumindest sah es Dekan Andreas Straub, der sich freute, dass zu dieser seltenen Veranstaltung so viele interessierte Freunde der Kultur im allgemeinen und Musik im besonderen gekommen waren.


 „Kirchenmusik ist nicht nur schmückendes Beiwerk, sondern sie hat vielmehr einen wichtigen Anteil am liturgischen Geschehen“, resümierte Straub. Mit der im vergangenen Jahr eingeweihten neuen Schmid-Orgel in der Stadtpfarrkirche habe man den Grundstein gelegt für eine neue Ära der Kirchenmusik in Mindelheim. Auchdas hohe Engagement und die Begeisterung des neuen Organisten und Kirchenmusikers, Michael Lachenmayr, der im Sommer 2015 in der Pfarrgemeinde seinen Dienst angetreten hat, habe neue Weichen gestellt. So entstand die Idee, den Freundeskreis Kirchenmusik zu gründen, der - wie andere solcher Kreise in der näheren Umgebung auch - finanzielle, aber auch ideelle Unterstützung leisten soll. Die Gründungsversammlung wurde seit einigen Monaten von einer kleinen enthusiastischen Projektgruppe akribisch vorbereitet. Mit der neuen Reihe der Stephanus-Konzerte steht auch bereits ein ehrgeiziges Projekt in den Startlöchern. Was es mit dieser Reihe auf sich hat, erläuterte Michael Lachenmayr. Ziel sei es das Konzertleben rund um die Stephanus-Orgel zu etablieren. Dabei dürfe man durchaus visionär vorgehen, so sei es durchaus denkbar, dass sich Mindelheimzukünftig mit dem Beinamen „Orgelstadt“ schmücken dürfe. Bisher geplant sind drei Sonntagskonzerte, in deren Rahmen weltbekannte Werke erklingen werden. Dazu gibt es die Reihe „Orgel um Elf“ mit sechs aufeinanderfolgenden Konzerten jeweils samstags von 11 bis 11.45 Uhr. Hierzu ist der Eintritt frei, Spenden werden gerne angenommen. Die Schirmherrschaft über die Stephanus-Konzerte 2016 hat Mindelheims Bürgermeister Dr. Winter übernommen. Um eine gewisse Planungssicherheit zu haben, wurde bereits eine Anschubfinanzierung seitens der Kirchenstiftung zugesagt. Auch sind bisher schon Spenden in Höhe von 2.200 Euro eingegangen. Die Jahresbeiträge der Mitglieder des neuen Freundeskreises sollen weitere finanzielle Polster schaffen, denn Konzerte sind bekanntermaßen mit nicht unbeträchtlichem finanziellem Aufwand verbunden.

Dies hob auch Johannes Steber hervor, der als Mitglied der Projektgruppe den Anwesenden die Statuten des Freundeskreises verlas. Er ist gedacht als Zustiftung zur katholischen Pfarrkirchenstiftung. Den Vorsitz hat ein Kuratorium inne, das aus drei „geborenen Mitgliedern“ - Dekan Straub, Michael Lachenmayr und Marlies Wagner von der Kirchenverwaltung - sowie vier Beisitzern besteht. Diese vier Beisitzer wählten die Anwesenden per Akklamation. Sie bestätigten eindeutig die Vorschläge der Projektgruppe und entschieden sich mit großer Einstimmigkeit für Toni Nuscheler, Manuela Tietze, Johannes Steber und Dr. Georg Steber. Das Kuratorium wird nun seine Arbeit aufnehmen, über deren Ergebnisse die Mitglieder des Freundeskreis regelmäßig informiert werden. Zudem wird mindestens einmal im Jahr eine Versammlung stattfinden. Wer sich für einen Beitritt zum Freundeskreis interessiert, der bekommt alle Informationen dazu im Pfarrheim St. Stephan.

von Andrea Friebel

 

Aus dem Wochen KURIER Mindelheim