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Mindelheim – Im vergangenen Jahr bekam die Mindelheimer Pfarrgemeinde St. Stephan eine neue Kirchenorgel (wir berichteten). Sie ist mit mehr als 3.000 Pfeifen die zweitgrößte in unserem Bistum. Was läge da näher, als sie mit einer eigenen Konzertreihe nun einem größeren Publikum zugänglich zu machen.


Initiator der neuen Reihe der „Mindelheimer Stephanuskonzerte“ war Organist und Kirchenmusiker Michael Lachenmayr, der gemeinsam mit einem engagierten Kuratorium ein umfassendes Konzept für 2016 erstellt hat. Zum einen werden in diesem Jahr die „Sonntagskonzerte“ stattfinden, zum anderen soll mit der neuen Reihe „Orgel um 11“ ein neues Publikum erschlossen werden. Den Auftakt für die „Sonntagskonzerte“ macht der Altmeister der Orgel, Professor Edgar Krapp aus München, der am 17. April 2016 zu Gast sein wird. Ganz neu wird dabei sein, dass das Spiel des Organisten per Video auf eine große Leinwand im Kirchenraum übertragen wird, damit unsere Konzertbesucher das Geschehen am Orgelspieltisch live mitverfolgen können. Am 16. Oktober dann wird

Professor Bernhard Haas sein Debüt in Mindelheim geben. Er wird Werke von Max Reger, Niels Gade, Erik Oña – ein zeitgenössischer Komponist – und Antonio Vivaldi mit im Gepäck haben. Ein weiterer Höhepunkt der ersten Konzertsaison wird ein großes Chor- und Orchesterkonzert mit dem Kirchenchor von St. Stephan und mehreren Gesangssolisten am 19. Juni 2016 sein. Dabei wird das berühmte „Gloria“ (RV 589) von Antonio Vivaldi und die Kantate „ Wir danken dir, Gott, wir danken dir“ (BWV 29) von Johann Sebastian Bach zur Aufführung gebracht werden. Ganz neu ist, dass an sechs aufeinanderfolgenden Samstagen im Sommer 2016 „Orgel um 11“ von namhaften Organisten aus Nah und Fern angeboten werden. Beginn dieser Reihe ist am 25. Juni. Diese Konzerte werden immer von 11 bis 11.45 Uhr in der Stadtpfarrkirche ohne Eintritt stattfinden, so dass ein spontaner Besuch vor oder nach dem Einkauf am Markt möglich ist. Bekannte Organisten aus Deutschland, der Schweiz und sogar Norwegen konnten als Interpreten gewonnen werden. Spenden sind willkommen. Da Kultur stets auch mit einem hohen finanziellen Aufwand verbunden ist, machte es sich das Kuratorium zur Aufgabe Freunde, Förderer und Sponsoren für ihr Konzept zu gewinnen. Neben Mindelheimer Unternehmern unterstützen auch die Stadt Mindelheim und der Lions Club die neue Konzertreihe. Bürgermeister Dr. Stephan Winter hat die Schirmherrschaft übernommen. Desweiteren wurde im Januar diesen Jahres der „Freundeskreis Kirchenmusik“ aus der Taufe gehoben. Mittlerweile haben sich ihm knapp 70 Personen aus Mindelheim un der Umgebung angeschlossen, die die Konzertreihe ideell und mit ihrem Mitgliedsbeitrag auch finanziell unterstützen.

Engagierte Mindelheimer im Kuratorium

Mitglieder des Kuratoriums „Freundeskreis Kirchenmusik“ sind Vorstand Johannes Steber, Geschäftsführerin Marlies Wagner, Stadtpfarrer Andreas Straub und Michael Lachenmayr als Künstlerischer Leiter. Beisitzer sind Manuela Tietze, Antonie Nuscheler und Georg Steber. Auf den Erfahrungen aus 2016 hoffen die Verantwortlichen für künftige musikalische Konzepte aufbauen zu können, wie Dekan Straub und Lachenmayr in einem Pressegespräch in der vergangenen Woche berichteten. So habe man es sich zum Ziel gesetzt, die neue Stephanusorgel auch in den nächsten Jahren nicht nur zu den Gottesdiensten zum Klingen zu bringen und in Mindelheim und über die Stadtgrenzen hinaus eine eigene Orgel-Fangemeinde um sich zu scharen. Schon in den 80er Jahren hat es in der Jesuitenkirche eine Orgelkonzertreihe gegeben, die damals sehr gut angenommen worden war. Dies und die Tatsache, dass sich dem Freundeskreis Kirchenmusik bereits so viele Menschen angeschlossen haben, sei Anlass zu der Hoffnung, mit den Mindelheimer Stephanuskonzerten der „Stadt der Kultur und Lebensfreude“ einen weiteren künstlerischen Aspekt hinzufügen zu können, so Hausherr Andreas Straub. fran/wk

 

Artikel aus dem Wochen KURIER Mindelheim