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Michael Lachenmayr ist von der neuen Stephanus-Orgel in Mindelheim fasziniert. Von ihrer Klangfülle ebenso wie von ihren vielfältigen Ausdrucksmöglichkeiten. „Sie vereint alle Merkmale eines üppig dimensionierten Instruments ins sich und ihre Größe erlaubt eine sehr flexible Registrierung“, schwärmt er nach längerem Probespielen.


Der 26-jährige Bundespreisträger von „Jugend musiziert“ sitzt ab 15. Juli dieses Jahres als Nachfolger von Kirchenmusiker Rudolf Drexl an den Spieltischen der Instrumentenköniginnen in der Pfarr- und Jesuitenkirche. Damit jedoch nicht genug seiner Aufgaben: Zu ihnen zählt auch die Betreuung mehrerer Chöre in der Pfarrgemeinde.

„Ich freue mich sehr, dass schnell ein neuer Organist mit besten Referenzen und Qualifikationen gefunden werden konnte“, äußert sich Dekan Andreas Straub gegenüber unserer Zeitung. „Michael Lachenmayr wird das hohe Niveau der ,Musica sacra’ in St. Stephan engagiert und kompetent weiter pflegen“, gibt sich der Stadtpfarrer überzeugt.

Michael Lachenmayrs Wiege stand in Wertingen. Schon mit zwölf Jahren entdeckte er seine Liebe zum Orgelspiel. In den Jahren 2006 bis 2010 nahm ihn der Dillinger Basilika-Organist Axel Flierl unter seine Fittiche und bildete ihn aus. Seit 2010 studiert Lachenmayr an der Hochschule für Musik und Theater in München katholische Kirchenmusik und legt derzeit seine A-Prüfungen – quasi das in Deutschland ranghöchste Examen in diesem Genre – ab.

Zudem besuchte der angehende Dirigent eines ständig wechselnden „Chores“ mit mehr als 3000 Stimmen – sprich Pfeifen – mehrere Meisterkurse bei so namhaften Organisten wie Jean Guillou, Ludger Lohmann, Aude Heurtematte und Jon Laukvik. Wenn seine Studien es erlaubten, spielte er als Assistent die Orgeln an der Basilika St. Peter und Paul in Dillingen sowie in großen Innenstadtkirchen in München.

Sein Debüt in der Stadtpfarrkirche St. Stephan in Mindelheim gibt der neue Kirchenmusiker am kommenden Sonntag, 7. Juni, um 15 Uhr. Bei seinem ersten Auftritt in der Kreisstadt will er mit Werken von Bach, de Grigny, Liszt und Reger an der neuen Stephanusorgel alle Register ziehen und sie voll zum Klingen bringen. Des Weiteren lädt Lachenmayr zu einem Konzert in den Großen Saal der Hochschule für Musik und Theater in München (Arcisstraße 12) ein, wo die „Missa in angustiis“ in d-Moll (auch Nelson-Messe genannt) aufgeführt wird. Wer sich interessiert, wie der neue Kirchenmusiker von St. Stephan 80 Instrumentalisten führt und zu begeistern versucht, kann sich Konzertkarten beim Kartenservice der Mindelheimer Zeitung, Telefon 08261/9913-75, sichern.


Artikel aus der Mindelheimer Zeitung