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Jubel und großer Beifall für die Improvisationen von Professor Wolfgang Seifen

Gutes soll man bewahren. Entsprechend findet auch die Konzertreihe „Orgel um 11“ ihre Fortsetzung. Im vergangenen Jahr war sie im Rahmen der „Mindelheimer Stephanuskonzerte“ auf große Resonanz gestoßen. Auf die Musikfreunde warten nach Aussage der Organisatoren „sechs spannende Konzerte“ vom 24. Juni bis 29. Juli.

„Te Deum“ und „Paukenmesse“ von Joseph Haydn im Gedenkkonzert für Ludwig Kleiner in Mindelheim

Kann das gut gehen? Eine eigene Reihe mit Orgelmusik in einer Kleinstadt wie Mindelheim? Im Juli 2015 wurde Michael Lachenmayr neuer Kirchenmusiker von St. Stephan in Mindelheim. Ihm schwebte von Anfang an eine solche Konzertreihe vor, zumal die Mindelheimer Kirche mit der neuen Schmid-Orgel ein herausragendes Instrument bereit hält.

Da soll einer sagen, dass hochwertige Musikkultur in Mindelheim nicht geboten wird! Zuletzt gab es gleich drei Veranstaltungen, die unterschiedlicher in Inhalten und Interpreten kaum sein konnte: Zuerst begeisterten Giora Feidman und das Gershwinquartett im Stadttheater und am gleichen Ort gab der einheimische Kammerchor „Vocal total“ ein viel beachtetes a-capella-Konzert. Abgeschlossen wurde diese „Drei-Tages-Konzert Reihe“ mit einem Kirchenkonzert in der Stadtpfarrkirche. Der Kirchenchor St. Stephan brachte darin, unterstützt von jungen Solisten, Streichern und Bläsern, das „Gloria“ von Antonio Vivaldi und die Kantate „Wir danken dir, Gott, wir danken dir“ von Johann Sebastian Bach authentisch unter der Leitung des Kirchenmusikers Michael Lachenmayr zur Aufführung.

„Ein wunderbarer Auftakt war das,“ fand Veronika Braun aus Kammlach. „Beeindruckend und faszinierend zu sehen, wie viel Arbeit der Organist mit Händen und Beinen hat, dieses Instrument zu spielen.“

Professor Edgar Krapp spielte die neue Orgel in der Mindelheimer Stadtpfarrkirche und erntete für sein Konzert viel Bewunderung. Danach kam er bei einem Empfang im Sommerrefektorium des Klosters mit den Gästen ins Gespräch. Krapp unterrichtete an verschiedenen Musikhochschulen, zuletzt in München, bis zu seiner Pensionierung 2012. Seine Konzertreisen führten ihn durch Europa, Amerika und Japan und er hat einen hervorragenden Ruf als Orgelvirtuose.

Die katholische Pfarrei Mindelheim kann sich glücklich schätzen, neben der schönen Kubak-Orgel in der Jesuitenkirche seit einem Jahr in der Stadtpfarrkirche St. Stephan ein Instrument zu besitzen, das nicht nur der Gemeinde dient, sondern auch renommierte Organisten anlockt. Jetzt konnte der neu gegründete „Freundeskreis Kirchenmusik“ Edgar Krapp, emeritierter Professor an der Hochschule für Musik und Theater in München, für ein Konzert gewinnen. Der einstige Lehrer des Mindelheimer Kirchenmusikers Michael Lachenmayr begeisterte als vorzüglicher Organist.

Manchmal müssen einfach ein paar Dinge zusammenfinden, damit Großes entstehen kann. Die Stadtpfarrkirche St. Stephan in Mindelheim hat voriges Jahr eine neue Orgel bekommen, von deren Qualität Fachleute schwärmen. An Pfingsten war das Instrument feierlich eingeweiht worden. Dann kam im vorigen Sommer mit Michael Lachenmayr ein neuer Kirchenmusiker in die Kreisstadt. Der 1989 in Wertingen geborene Musiker hat mit viel Herzblut ein neues Festival aufgebaut, das sich bescheiden „Mindelheimer Stephanuskonzerte“ nennt.

Sie ist die zweitgrößte Orgel im Unterall­gäu nach Ottobeuren, hat ein­ drucksvolle 3064 Pfeifen, 52 Re­gister und wurde in rund 11 000 Arbeitsstunden ins musikalische Leben gerufen: die neue Stepha­nusorgel, die die katholische Pfar­rei Mindelheim im vergangenen Jahr am Pfingstmontag feierlich weihen ließ. Dass sie nun künftig liturgische Feiern angemessen und würdevoll umrahmt, sei das eine, sagt Stadtpfarrer Andreas Straub. Tatsächlich verdiene die Königin der Instrumente aber noch deut­lich mehr Aufmerksamkeit.

Mindelheim – Im vergangenen Jahr bekam die Mindelheimer Pfarrgemeinde St. Stephan eine neue Kirchenorgel (wir berichteten). Sie ist mit mehr als 3.000 Pfeifen die zweitgrößte in unserem Bistum. Was läge da näher, als sie mit einer eigenen Konzertreihe nun einem größeren Publikum zugänglich zu machen.

Kirchenmusik ist mehr als nur schmückendes Beiwerk, sie berührt Herz und Verstand gleichermaßen, hilft den Alltag auszublenden, macht Gottesdienste lebendig, öffnet das Innerste für die Gegenwart Gottes. Es gibt viele gute Gründe, die Kirchenmusik aktiv zu unterstützen, davon zeigen sich Dekan Andreas Straub und die Mitglieder einer kleinen, begeisterten Projektgruppe überzeugt. Gemeinsam initiierten sie jetzt die neue Reihe der „Mindelheimer Stephanus-Konzerte“ und hoben mit kulturinteressierten Mindelheimern den Freundeskreis Kirchenmusik aus der Taufe.

Einer echten Sternstunde in der jüngeren Geschichte der Mindelheimer Kirchenmusik durften sie beiwohnen, die Gäste, die der Einladung zur Gründungsversammlung des Freundeskreises Kirchenmusik am 12. Januar in das Pfarrheim gefolgt waren. So zumindest sah es Dekan Andreas Straub, der sich freute, dass zu dieser seltenen Veranstaltung so viele interessierte Freunde der Kultur im allgemeinen und Musik im besonderen gekommen waren.

Die Kirchenmusik in Mindelheim spielt seit jeher eine große Rolle. Konzerte mit bedeutenden Werken geistlicher Musik insbesondere an den Hochfesten in der Stadtpfarrkirche St. Stephan haben eine Ausstrahlung weit über die Grenze von Pfarrei und Kreisstadt hinaus.

Sie ist die zweitgrößte im Landkreis Unterallgäu und kann bei einem Gewicht von mehr als zehn Tonnen 52 Register, zwei Sammelzüge, drei Extensionen und stolze 3064 Pfeifen aufweisen: die neue Orgel in der Mindelheimer Stadtpfarrkirche St. Stephan. Insgesamt 14 Jahre hat es gedauert von der ersten Überlegung bis zur Weihe am Pfingstmontag.

Michael Lachenmayr ist von der neuen Stephanus-Orgel in Mindelheim fasziniert. Von ihrer Klangfülle ebenso wie von ihren vielfältigen Ausdrucksmöglichkeiten. „Sie vereint alle Merkmale eines üppig dimensionierten Instruments ins sich und ihre Größe erlaubt eine sehr flexible Registrierung“, schwärmt er nach längerem Probespielen.

Mindelheim/Unterallgäu: Der kommende Pfingst­montag steht in der katholischen Stadtpfarrei Mindelheim unter ganz be-­ sonders feierlichen Zeichen: Am 25. Mai nämlich soll die neue und lange ersehnte Stephanusorgel geweiht und im Rahmen von Orgelführungen und Konzerten in vielfacher Weise zum Klingen gebracht werden.

3064 Pfeifen suchen einen Paten. Sie sollen die noch klaffende Finanzierungslücke bei der neuen Stephanusorgel schließen helfen. Noch fehlen bei dem mit 850 000 Euro veranschlagten Projekt rund 50 000 Euro. „Mit vereinten Kräften werden wir auch die restliche Summe noch aufbringen“, ist sich Dekan Andreas Straub ganz sicher.